Reifenwechsel auf Sommerreifen: Auf diese Fehler musst du unbedingt achten
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Reifenwechsel auf Sommerreifen: Auf diese Fehler musst du unbedingt achten
Der Wechsel auf Sommerreifen wirkt für viele Autofahrer wie eine einfache Routine. Genau darin liegt das Problem: Wer beim Reifenwechsel nur schnell schraubt und losfährt, übersieht oft die Dinge, die später teuer, nervig oder sogar gefährlich werden können.
In diesem Beitrag zeigen wir Schritt für Schritt, worauf Sie beim Reifenwechsel auf Sommerreifen wirklich achten müssen: Drehmoment, Luftdruck, Restprofil, Schäden, Laufrichtung, Radschrauben, Reifendruckkontrollsystem und die häufigsten Fehler nach dem Wechsel.
Luftdruck ist Pflicht
Nach dem Radwechsel ist der erste wichtige Schritt immer die Kontrolle des richtigen Reifendrucks.
Drehmoment nicht schätzen
Radschrauben werden nicht „nach Gefühl“ festgezogen, sondern immer mit dem vorgeschriebenen Drehmoment.
Reifen genau prüfen
Profiltiefe, Beschädigungen, Alter, Laufrichtung und gleichmäßiger Abrieb entscheiden über Sicherheit und Laufleistung.
Warum der Wechsel auf Sommerreifen wichtiger ist, als viele denken
Sobald die Temperaturen dauerhaft im zweistelligen Bereich bleiben, ist es Zeit für Sommerreifen. Das klingt banal – aber genau hier passieren jedes Jahr dieselben Fehler: Reifen werden zu spät gewechselt, der Luftdruck wird nicht angepasst, Radschrauben nur grob angezogen und alte Schäden ignoriert.
Das Ergebnis: schlechteres Fahrverhalten, ungleichmäßiger Verschleiß, unnötig hoher Verbrauch und im schlimmsten Fall ein echtes Sicherheitsproblem. Wer den Wechsel sauber macht, fährt ruhiger, sicherer und wirtschaftlicher durch die Saison.
1. Der richtige Zeitpunkt für den Wechsel auf Sommerreifen
Viele kennen die Faustregel „von O bis O“, also von Oktober bis Ostern Winterreifen. Praktisch entscheidend sind aber nicht Kalendertage, sondern die Temperaturen und die Wetterlage. Wenn es tagsüber und morgens dauerhaft milder bleibt und kein Frost oder Schnee mehr zu erwarten ist, passt der Zeitpunkt für den Wechsel.
2. Die wichtigste Checkliste vor dem Reifenwechsel
3. Profiltiefe, Verschleiß und Beschädigungen: Hier trennt sich Routine von Fahrlässigkeit
Einer der größten Fehler beim saisonalen Radwechsel: Die Räder werden einfach montiert, ohne den Zustand genau zu prüfen. Dabei ist genau das der Moment, in dem Sie am einfachsten erkennen können, ob ein Reifen noch sicher ist oder nicht.
| Prüfpunkt | Worauf achten? | Warum wichtig? |
|---|---|---|
| Profiltiefe | Nicht nur in der Mitte messen, sondern über die gesamte Lauffläche | Ungleichmäßiger Abrieb deutet oft auf falschen Luftdruck oder Fahrwerksprobleme hin |
| Flanke | Risse, Beulen, Scheuerstellen, poröse Stellen | Seitenschäden sind sicherheitskritisch und oft ein K.-o.-Kriterium |
| Lauffläche | Nägel, Schrauben, Schnitte, Fremdkörper | Kleine Schäden werden sonst schnell zu Pannen |
| Verschleißbild | Innen oder außen stärker abgefahren? Sägezahnbildung? Standplatten? | Hilft, Fahrwerk, Luftdruck oder Fahrstil einzuordnen |
4. Drehmoment: Der Klassiker, den viele falsch machen
Radschrauben oder Radmuttern dürfen nicht einfach „so fest wie möglich“ angezogen werden. Ebenso falsch ist es, sie nur locker mit einem Radkreuz festzuziehen und das Thema zu vergessen. Richtig ist: immer mit dem vorgeschriebenen Drehmoment arbeiten.
Das passende Drehmoment steht in der Regel in der Bedienungsanleitung des Fahrzeugs oder in den technischen Daten des Herstellers. Wer unsicher ist, sollte nie raten – sondern nachsehen oder kurz in der Werkstatt nachfragen.
5. Luftdruck: Hier finden Sie den richtigen Wert – und so stellen Sie ihn richtig ein
Der Luftdruck gehört zu den am meisten unterschätzten Themen beim Reifenwechsel. Viele Fahrer lassen ihn einfach so, wie er gerade ist. Genau das ist falsch. Nach dem Wechsel auf Sommerreifen muss der Reifendruck immer kontrolliert und korrekt eingestellt werden.
Wo finde ich den Soll-Luftdruck?
Je nach Fahrzeug in der Bedienungsanleitung, an der B-Säule, im Handschuhfach oder an der Innenseite der Tankklappe.
Wann messen?
Immer am besten vor der Fahrt, also bei kalten Reifen – nicht direkt nach längerer Fahrt.
Was bringt richtiger Druck?
Mehr Sicherheit, weniger Verschleiß, besseres Fahrverhalten und oft auch geringerer Verbrauch.
So stellen Sie den Luftdruck richtig ein
- Fahrzeugdaten bzw. Luftdrucktabelle am Auto suchen.
- Ventilkappe abschrauben.
- Messgerät oder Tankstellen-Stecker sauber aufsetzen.
- Sollwert für Vorder- und Hinterachse vergleichen.
- Luft nachfüllen oder ablassen, bis der richtige Wert erreicht ist.
- Ventilkappen wieder aufschrauben und bei Bedarf das Reifendruckkontrollsystem zurücksetzen.
6. Was passiert bei falschem Luftdruck?
| Fehler | Folge | Warum problematisch? |
|---|---|---|
| Zu wenig Luftdruck | Schlechtere Kurvenlage, längerer Bremsweg, höherer Verbrauch | Der Reifen walkt stärker und verschleißt schneller |
| Zu viel Luftdruck | Härteres Abrollen, weniger Komfort, ungünstiger Abrieb | Die Aufstandsfläche verändert sich und die Belastung verteilt sich schlechter |
7. Vorderachse, Hinterachse und Reifenposition: Auch das wird oft falsch gemacht
Beim saisonalen Räderwechsel können Reifen – soweit technisch erlaubt – achsweise oder je nach Fahrzeugkonzept anders umgesetzt werden, damit sie gleichmäßiger abnutzen. Dabei müssen aber Laufrichtung, Mischbereifung und Fahrzeugantrieb berücksichtigt werden.
Ein sehr wichtiger Punkt: Haben zwei Reifen mehr Restprofil als die anderen, gehören die besseren Reifen auf die Hinterachse. Das wird im Alltag oft falsch eingeschätzt, ist aber für die Fahrstabilität wichtig.
8. Reifendruckkontrollsystem (RDKS): Der Fehler, der nach dem Wechsel plötzlich aufleuchtet
Seit Jahren sind Neuwagen mit einem Reifendruckkontrollsystem ausgestattet. Nach dem Wechsel auf Sommerreifen kann deshalb eine Meldung im Cockpit erscheinen – selbst wenn mechanisch alles richtig montiert wurde.
Bei indirekten Systemen muss meist nur neu kalibriert werden. Bei direkten Systemen mit Sensoren kann es je nach Fahrzeug nötig sein, die Sensoren neu anzulernen.
9. Die 7 häufigsten Fehler beim Wechsel auf Sommerreifen
Unsere klare Empfehlung
Wer Sommerreifen montiert, sollte nicht nur „wechseln“, sondern bewusst prüfen: Profiltiefe, Schäden, Luftdruck, Schrauben, Laufrichtung und Systemmeldung. Genau diese Details entscheiden darüber, ob der Wechsel wirklich sicher und sauber gemacht ist.
Wenn Ihre Sommerreifen nicht mehr überzeugen oder Sie beim Zustand Zweifel haben, lohnt sich der direkte Blick auf einen neuen Satz – passend zum Fahrzeug und zur Saison.
Jetzt Sommerreifen bei Superreifen.de auswählenHäufige Fragen zum Wechsel auf Sommerreifen
Wo finde ich den richtigen Luftdruck für mein Auto?
Typischerweise in der Bedienungsanleitung, an der B-Säule, im Handschuhfach oder an der Tankklappe.
Wie viel Profil sollte ein Sommerreifen noch haben?
Gesetzlich 1,6 mm, sinnvoll aus Sicherheitsgründen eher mindestens 3 mm.
Muss ich die Radschrauben wirklich nach 50 km prüfen?
Ja, das ist ein wichtiger Sicherheitscheck und wird viel zu oft vergessen.
Kann ich den Reifenwechsel selbst machen?
Ja, wenn Werkzeug, Wissen und Sorgfalt stimmen. Wer unsicher ist, fährt mit einer Werkstattlösung sicherer.
Fazit
Der Wechsel auf Sommerreifen ist kein Nebenthema, sondern ein echter Sicherheitsfaktor. Wer Luftdruck, Drehmoment, Profiltiefe und Beschädigungen ernst nimmt, fährt nicht nur sicherer, sondern auch wirtschaftlicher und entspannter durch die warme Saison.
Und genau darum geht es: nicht einfach Räder montieren, sondern den Wechsel richtig machen. Wenn neue Sommerreifen nötig sind, finden Sie auf Superreifen.de die passende Auswahl für Ihr Fahrzeug.